Unser Zuhause soll einer Autobahn aus den 60ern weichen? Wir bleiben!
Wir sind Anwohner:innen der Beermannstraße und gehören zur Wohnungsgenossenschaft Neukölln eG. Unsere über 100 Jahre alten Häuser sind durch den 17. Bauabschnitt vom Abriss bedroht.
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Schon einmal auf der Abrissliste
Nach Planfeststellungsbeschluss vom 29. Dezember 2010 sollten für die Auffächerung („Aufspreizung") der Ausfahrrampen die Wohnhäuser Beermannstraße 16, 18, 20 und 22 abgerissen werden.
BVerwG 9 A 19.11 — Urteil vom 10. Oktober 2012
Das Land Berlin erklärte in der mündlichen Verhandlung am 27./28. September 2012 freiwillig und verbindlich zu Protokoll, auf die Inanspruchnahme der Grundstücke Beermannstraße 16 und 18 zu verzichten — möglich durch schmälere, direkt ans Autobahnende angedockte Rampen. 20 und 22 wurden dennoch abgerissen.
Im Urteilstext heißt es wörtlich:
„Nach dem in der mündlichen Verhandlung zu Protokoll erklärten Verzicht des Beklagten auf die Inanspruchnahme des Grundeigentums der Klägerin zu 10 (Beermannstraße … und …) haben diese sowie der Beklagte den Rechtsstreit hinsichtlich des Anfechtungsbegehrens in der Hauptsache für erledigt erklärt.“Quelle: BVerwG 9 A 19.11, Urteil vom 10.10.2012
Parallelverfahren zu den Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für die A 100, 16. Bauabschnitt (Autobahndreieck Neukölln – Anschlussstelle Am Treptower Park).
Urteil auf bverwg.de lesenKeine klare Antwort
Wenige Wochen vor Eröffnung des 16. Abschnitts (2025) konnte der Sprecher der Autobahn GmbH nur bestätigen: Die Planung für den 17. Abschnitt ist nicht abgeschlossen, ein Abriss von 16 & 18 bleibt offen.
Information unter dem Radar
Die Infoveranstaltung zur Eröffnung des 16. BA fand zwar öffentlich statt. Wir, die betroffenen Anwohner*innen, erhielten aber keine Info zum Termin. Auch Anfragen über den Bürgerservice an die Autobahn GmbH wurden bisher nicht beantwortet.
Bestätigung der Genossenschaft
Im Sommer 2025 hatten zwei Mitglieder*innen ein Gespräch mit dem Vorstand der Genossenschaft. Ergebnis: Die Unsicherheit ist berechtigt — die Gefahr sei real.
Nur das Nötigste saniert
Sanierungen an 16 & 18 umfassen — solange die A100-Planung offen ist — im Vergleich zur Nachbar-Nr. 14 (gleiche Liegenschaft) nur das Allernötigste.
Der Knick in der Trasse
Der realisierte 16. Abschnitt zeigt eine deutliche Ecke im Streckenverlauf — mutmaßlich, um den Anschluss zum 17. Abschnitt nach dem 2008er-Plan doch noch zu ermöglichen. Folge wäre der Abriss von 16 & 18.
Ursprünglicher Planentwurf (2008)
✔ Realisierter Planentwurf (2015)Quelle: a100stoppen.de · Pressekonferenz 4. Mai 2018 (Folien 10 & 12)
Aus der Nachbarschaft
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